Aus der Lernperspektive ist die wichtigste Frage: Wo liegen die Lernmomente? Dabei ist es nicht ausreichend, wenn Entwicklerteams in Retrospektiven regelmäßig ihre Arbeit beleuchten: Was lief gut, was nicht so gut? Was versuchen wir im nächsten Sprint besser zu machen?

Damit sich das komplexe Gesamtsystem einer Organisation insgesamt verbessert, sind schnelle Lernzyklen auf allen Ebenen erforderlich. Das Konzept der lokalen Suboptimierung aus der Systemtheorie greift auch hier: die lokale Optimierung von Komponenten führt in der Regel auf der Ebene des Gesamtsystems zu einer Sub-Optimierung. In einem Kleinwagen nur die Motorleistung alleine zu optimieren, bis er die Geschwindigkeit eines Porsche erreicht, ist ein griffiges Beispiel dafür: das System „Kleinwagen“ wird das nicht aushalten.

transitionsdesign

Die Agile Transition muss dabei selbst PDCA-Zyklen auf mehreren Ebenen durchlaufen: Nicht nur die Zusammenarbeit der Teams, sondern auch Führung, Coaching und das Transitions-Design werden reflektiert, validiert und optimiert. Das passiert nicht von selbst. Der Einsatz eines Transitions-Teams kann diesen Prozess unterstützen: Mitglieder der Fachabteilungen, der IT und der Geschäftsleitung planen die nächsten Schritte. Dabei arbeiten Sie prinzipiell wie Entwicklerteams mit kurzen Iterationen (Sprints), iterativ und inkrementell. Die Liste der Maßnahmen wird in einem Backlog priorisiert.

Transitionsteam

Serie Agile Transition aus 4 Perspektiven

  1. Agile Prozesse und Strukturen
  2. Agile Führung und Organisation
  3. Agile Werte und Prinzipien
  4. Agilität aus der Perspektive des Lernens

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